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Morpheus ist ein unhackbarer Prozessor, der seine Kernstruktur ändern kann

Unter Berufung auf den aktuellen Stand der Cybersicherheit auf der ganzen Welt hat die University of Michigan einen nicht hackbaren Computerprozessor entwickelt. Der als „Morpheus“ bezeichnete Spezialchip kann im Wesentlichen seine Kernstruktur von Zeit zu Zeit ändern, um Hacker daran zu hindern, in das System einzudringen.

Das bereits 2019 von Forschern der University of Michigan entwickelte Morpheus-Prozessor kann für Hacker zu einem Rätsel werden die versuchen, in das System einzudringen. Außerdem ändert es von Zeit zu Zeit seine Struktur und die Prozesse der Datenausführung, was den Hacking-Prozess für Eindringlinge erschwert.

Wie funktioniert es?

Um zu verstehen, wie es funktioniert, möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über Computerprozessoren geben. Was sind also Prozessoren? Sie sind im Wesentlichen eine Hardwarekomponente, mit der verschiedene Softwareanwendungen auf einem System ausgeführt werden können.

Damit Softwareanwendungen ausgeführt werden können, verfügt ein Prozessor über eine Architektur wie x86 für die meisten Laptops und ARM für Smartphones. Diese Architektur ist ein Satz von Anweisungen, die die Software benötigt, um erfolgreich auf dem Prozessor ausgeführt zu werden. Darüber hinaus verfügt ein Prozessor über eine Mikroarchitektur oder den “Eingeweide”, die es ihm ermöglicht, den Befehlssatz einer Software zu erfassen, die Ausführungsgeschwindigkeit zu bewerten und auch die erforderliche Leistung zum Ausführen der Anwendung bereitzustellen.

Um ein System zu hacken, müssen Hacker mit den Details der Mikroarchitektur genau vertraut sein, um ihren Schadcode auszuführen oder eine Malware-Anwendung zu installieren. Um diese Angriffe zu stoppen, ordnet Morpheus die Implementierungsdetails nach dem Zufallsprinzip an und verwandelt seine Mikroarchitektur in ein Rätsel, das die Hacker lösen müssen, bevor sie in das System eindringen.

Der Prozessor ändert die Art und Weise, wie er den Befehl ausführt oder das Format der Daten, die von einer Morpheus-Maschine zur anderen gehen. Und wie es auf mikroarchitektonischer Ebene geschieht, beeinflusst die Randomisierung keine Software, die auf dem Prozessor läuft.

Obwohl der Prozessor seine Aufgabenausführungen randomisiert, kann ein erfahrener Hacker in wenigen Stunden immer noch in das System eindringen, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt. Daher haben die Entwickler in Morpheus ein weiteres Feature integriert, das es dem Prozessor ermöglicht, alle paar hundert Millisekunden seine Mikroarchitektur zu ändern. Um das System zu hacken, muss ein Hacker also nicht nur die Mikroarchitektur des Prozessors zurückentwickeln, sondern muss dies auch in dem Zeitfenster tun, bevor er seine Struktur wieder ändert.

Ein unhackbarer Prozessor Process

Nach Angaben der Forscher der Michigan University im vergangenen Sommer rund 523 Sicherheitsforscher versuchten, den Morpheus-Prozessor zu hacken drei Monate lang im Rahmen einer von der US-amerikanischen Defense Advanced Research Program Agency (DARPA) geförderten Studie. Dies gelang jedoch keinem von ihnen.

Daher behaupten die Forscher, dass Morpheus eine Art Computerprozessor ist, den Hacker noch nie zuvor gesehen haben oder jemals sehen werden. Laut dem Forschungsteam könnte der Prozessor möglicherweise von den USA verwendet werden, um anfällige Softwareanwendungen vor großen Cyberangriffen zu schützen.

Darüber hinaus sagt das Team, dass es weiter untersuchen wird, wie die Grundlagen von Morpheus auf die Geräte von Menschen und in Cloud-basierten Systemen angewendet werden können, um vertrauliche Daten zu schützen. Außerdem arbeiten die Forscher an Möglichkeiten, Daten so zu randomisieren, dass die Privatsphäre gewahrt wird und Softwareprogrammierer nicht zur Last fallen.

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